Vorurteile? – kurz und knapp erklärt!

Was ist eine Studentenverbindung?

Eine Studentenverbindung ist ein Freundschaftsbund, indem Studierende gemeinsame Interessen teilen und studentische Traditionen pflegen. Dabei steht das s.g. Lebensbundprinzip, was uns von „normalen“ Vereinen unterscheidet, im Vordergrund. Das bedeutet, dass alle Generationen in einer Verbindung vertreten sind und jeder auch nach seinem Studium Teil der Gemeinschaft bleibt. Jeder, egal wie alt, ist immer herzlichen eingeladen, an Veranstaltungen teilzunehmen und so an seinen ehemaligen Studienort zurückzukommen.

Was ist die Unitas bzw. der Unitas-Verband

Die Unitas bzw. der Unitas-Verband ist ein Netzwerk aus nicht-schlagenden, nicht-farbentragenden, wissenschaftlich katholischen Studentinnen- und Studentenvereinen. Es gibt Vereine in ganz Deutschland. Alle Mitglieder pflegen dieselben Prinzipien und Interessen. Unsere Prinzipien sind:

  • die virtus, übersetzt die Tugend, welche eine christlich-geprägte Lebensführung symbolisiert. Dies bezieht sich vor allem auf das Miteinander und soziales Engagement.
  • die amicitia, was übersetzt die Freundschaft bedeutet und für den Freundschaftsbund und die Gemeinschaft in den Vereinen und im Verband steht
  • die scientia, übersetzt die Wissenschaft, welche dafür steht, dass es uns wichtig ist, sich stetig zu bilden, ein erfolgreiches Studium abzuschließen und sich dabei gegenseitig zu unterstützen. Dazu zählt auch, dass wir uns regelmäßig austauschen und dadurch Einblicke in die Studiengänge aller Mitglieder erhalten.

Gibt es Unterschiede zwischen den Mitgliedern?

Während seines Studiums ist man ein aktives Mitglied . Das bedeutet, dass man sich aktiv in das Verbindungsleben einbringt, Aufgaben übernehmen kann und das Semester aktiv mit gestaltet. In dieser Zeit lernt man Verantwortung zu übernehmen und befindet sich in Mitten einer Gemeinschaft von Studierenden, die sich gegenseitig unterstützen, Rückhalt bieten und gemeinsam das Studentenleben bestreiten und genießen.

Mitglieder, die nicht mehr studieren, nehmen nicht mehr aktiv am Gemeinschaftsleben teil. Diese Mitglieder werden „hohe Damen“ oder „alte Herren“ genannt. Sie sind immer herzlich eingeladen an ihren Studienort zurückzukommen und alle Veranstaltungen zu besuchen. Auf diese Weise kommen auch ehemalige Mitglieder regelmäßig an ihren Studienort, in die Gemeinschaft zurück und es entsteht ein reger Austausch zwischen den Generationen.

Sind alle Studentenverbindungen gleich?

Nein, es gibt viele Unterschiede zwischen Studentenverbindungen. Es gibt Burschenschaften, katholische Verbindungen, es gibt Landsmannschaften, Corps und noch einige mehr. Die Verbindungen unterscheiden sich in ihrer Gründungsgeschichte, ihren Prinzipien, die oftmals auch durch die Gründungsgeschichte einer Verbindung geprägt sind und es gibt Unterschiede darin, wer Mitglied werden kann (z.B. Männer und Frauen). Auch ist es unterschiedlich, ob gefochten wird, Bänder und Mützen getragen werden und wie man das Vereinsleben gestaltet.

Die Unitas zählt zu den katholischen Verbindungen ist zudem nicht-farbentragend und nicht-schlagend.

Wird bei uns gefochten?

Nein, bei uns wird nicht gefochten. Da wir ein katholischer Verband sind, lehnen wir für uns das fechten im Rahmen des Verbindungslebens ab.

Sind wir in eine bestimmte Richtung politisch eingestellt?

Es gibt keine politische Richtung, die wir unseren Mitgliedern vorgeben und niemand ist in seiner politischen Meinungsfreiheit eingeschränkt. Oft finden Austausche statt und Mitglieder diskutieren über aktuelle politische Vorkomnisse. Dass sich die Mitglieder austauschen und sich selbst eine politische Meinung bilden, ist uns sehr wichtig und wird daher gefördert. Besonders wichtig ist uns dabei, dass ein politischer Diskurs bzw. die politische Meinungsbildung fernab von politischen Extremen geschieht. Weder links-extreme, noch rechtsextreme Richtungen passen zu unseren Prinzipien und dem Vereinsleben, das wir pflegen. Daher lehnen wir politische Extreme ab.

Wie sieht ein Semester bei uns aus? Gibt es Pflichten?

Unser Semester ist vielseitig aufgebaut und besteht aus unterschiedlichen Veranstaltungen. Wir bieten gesellschaftliche Veranstaltungen an, bei denen man zusammen kommt, gemeinsam Spaß hat, singt und viele interessante Gespräch führt. Des Weiteren werden bei uns regelmäßig wissenschaftliche Vorträge organisiert, um auch über das Studium hinaus andere Themenfelder, andere Studiengänge und Perspektiven kennenlernen zu können. Zuletzt gibt es Veranstaltungen, bei denen wir uns mit unserem Glauben beschäftigen und vor allem auch kritisch auseinandersetzen. Auch der gemeinsame Gang in die Messe ist bei uns Bestandteil des Semesters.

Muss ich katholisch sein um Mitglied zu werden?

Es ist nicht zwangsläufig notwendig katholisch zu sein, wenn man bei uns Mitglied werden möchte. Wir haben auch evangelische Mitglieder. Uns ist wichtig, dass sich die Mitglieder mit unseren Prinzipien, Werten und unserer Gemeinschaft identifizieren können. Evangelische Mitglieder können bei uns nicht die Hauptämter übernehmen, sind aber gleichermaßen am Vereinsleben beteiligt.

Haben wir einen Trinkzwang?

Nein, jeder kann selbst entscheiden, ob er etwas trinkt, was und wann er etwas trinkt.

Muss ich auf dem Haus wohnen?

Nein, niemand der Mitglied werden möchte, muss auf dem Haus wohnen. Auch externe Mitglieder kommen regelmäßig zum Haus, treffen dort ihre Freunde, lernen gemeinsam oder besuchen die Veranstaltungen des Semesterprogramms. Dennoch kann ein Zimmer auf dem Haus gerade für neue Mitglieder und Studierende am Anfang des Studiums eine gute Gelegenheit für Anschluss und den Eintritt in eine bunte Hausgemeinschaft bedeuten.